Berlin, 31. März 2026 – Der Deutsche Computerspielpreis (DCP) gibt heute die Nominierten des Jahres 2026 bekannt. Aus einer beeindruckenden Vielfalt an Einreichungen hat die DCP-Jury die Spiele-Titel ausgewählt, die in puncto Innovation, Spielspaß und kulturellem Anspruch Maßstäbe setzen. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 800.000 Euro vergeben. Nominiert für das „Beste Deutsche Spiel“ sind die historische Städtebau-Simulation im Römischen Reich Anno 117: Pax Romana von Ubisoft Mainz, das Cozy-Spiel Tiny Bookshop von neoludic games, in dem der Traum vom eigenen Buchladen erfüllt wird, sowie das Detektivspiel The Darkest Files von Paintbucket Games, in welchem NS-Verbrechen aufgeklärt werden. Mit insgesamt fünf Nominierungen ist The Darkest Files in diesem Jahr zudem der am häufigsten nominierte Titel.
Beim „Besten Deutschen Spiel“ sowie in den Nachwuchskategorien „Bestes Debüt” und „Bester Prototyp” dürfen sich nicht nur die späteren Siegertitel, sondern bereits alle Nominierten über ein Preisgeld freuen.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär: „Ich gratuliere allen Nominierten zu ihrer großartigen Leistung und freue mich, dass unter ihnen auch zahlreiche von der Bundesregierung geförderte Spiele sind. Die diesjährigen Nominierungen zeigen, dass die Bundesförderung wirkt und mehr als je zuvor qualitativ hochwertige Games in Deutschland entwickelt werden.“
Felix Falk, Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Games-Branche: „Über alle Kategorien hinweg liefert dieser Jahrgang des Deutschen Computerspielpreises eindrucksvolle Belege für die enormen Stärken von Games aus Deutschland: ob großartige Unterhaltung, meisterhafte technische Umsetzung oder Spiele, die mit ihren Storys die aktuellen Themen unserer Zeit gekonnt in den Mittelpunkt stellen. Das unterstreicht einmal mehr: Im deutschen Games-Standort steckt großes Potenzial, zur Weltspitze der Games-Entwicklung zu gehören. Wir gratulieren den Nominierten und freuen uns darauf, alle Teams auf der großen Bühne des DCP gebührend zu feiern.“
„Die diesjährigen Nominierten spiegeln die enorme Bandbreite und Exzellenz der deutschen Games-Entwicklung wider. Wir sehen Spiele, die technologische Standards mutig weiterdenken, gesellschaftlich relevante Diskurse anstoßen und künstlerisch neue Wege gehen“, so Prof. Dr. Sabiha Ghellal, Juryvorsitzende beim Deutschen Computerspielpreis 2026. „Diese großen Talente der Games-Branche und ihre herausragende Bedeutung für unsere Kultur, technologischen Fortschritt und Wirtschaft wollen wir bei der feierlichen Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2026 honorieren.“
Wer den Gewinn nach Hause nehmen darf, wird am 29. April 2026 im Herkulessaal der Münchner Residenz bekanntgegeben. Die Zuschauenden zuhause können die Award-Show per Livestream verfolgen. Wöchentliche Pre-Shows laden schon ab dem 1. April dazu ein, die Nominierten näher kennenzulernen.
Alle Nominierten 2026 im Überblick:
Bestes Deutsches Spiel (dotiert mit 100.000 Euro für den Sieg, jeweils 30.000 Euro für die beiden weiteren Nominierten):
- Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
- The Darkest Files (Paintbucket Games)
- Tiny Bookshop (neoludic games / Skystone Games)
Studio des Jahres (dotiert mit 50.000 Euro):
- ByteRockers‘ Games
- Happy Broccoli Games
- weltenbauer. Software Entwicklung
Bestes Familienspiel (dotiert mit 40.000 Euro):
- Flick Shot Rogues (Butter By The Fish / Noodlecake Studios)
- Oddsparks: An Automation Adventure (Massive Miniteam / HandyGames)
- Ruffy and the Riverside (Zockrates Laboratories / Phiphen Games)
Nachwuchspreis: Bestes Debüt (dotiert mit 60.000 Euro für den Sieg, jeweils 25.000 Euro für die beiden weiteren Nominierten):
- Causal Loop (Mirebound / Headup)
- Constance (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)
- Tiny Bookshop (neoludic games / Skystone Games)
Nachwuchspreis: Bester Prototyp (dotiert mit 50.000 Euro für den Sieg, jeweils 25.000 Euro für die vier weiteren Nominierten):
- Burn With Me (Eva Manuilovich, Ivan Bushmin, Nikita Melnikov)
- Cards and Cannons (Anica Gritzki, Jennifer Seeber, Luca Schmidt, Lucas Thieme, Jan-Ivo Lattek, Julian Seidel / HTW Berlin / DE:HIVE)
- Garden Ink (Arne Jürgens, Sven Mehlhorn)
- Heart Drive (Jonas Pfeiffer / HAW Hamburg)
- UnderPressure (Aaliyah Schäfer, Romy Scherwat, Lea Eschlberger, Tim Richter, Fabius Sachs, Felina Westrich, Malvina Arakelian, Rosalie Stallmann / Hochschule Darmstadt)
Beste Innovation und Technologie (dotiert mit 40.000 Euro):
- Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
- Firefighting Simulator: Ignite (weltenbauer. software entwicklung / astragon Entertainment)
- How to God (Thoughtfish)
Bestes Audiodesign (dotiert mit 40.000 Euro):
- Anno 117: Pax Romana (Ubisoft Mainz / Ubisoft)
- Duck Detective: The Ghost of Glamping (Happy Broccoli Games)
- EVERSPACE 2: Wrath of the Ancients (ROCKFISH Games)
Bestes Gamedesign (dotiert mit 40.000 Euro):
- Slots & Daggers (Friedemann / Future Friends Games)
- Super Meat Boy 3D (Sluggerfly / Headup)
- The Darkest Files (Paintbucket Games)
Bestes Grafikdesign (dotiert mit 40.000 Euro):
- Oddsparks: An Automation Adventure (Massive Miniteam / HandyGames)
- The Berlin Apartment (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)
- The Darkest Files (Paintbucket Games)
Bestes Mobiles Spiel (dotiert mit 40.000 Euro):
- Duck Detective: The Ghost of Glamping (Happy Broccoli Games)
- MicroMacro: Downtown Detective (Soft Boiled Games)
- Ponchorado (seal Media)
Beste Story (dotiert mit 40.000 Euro):
- PEPPERED (Mostly Games)
- The Berlin Apartment (Blue Backpack / ByteRockers’ Games)
- The Darkest Files (Paintbucket Games)
Bestes Serious Game (dotiert mit 40.000 Euro):
- Pictures VR (Modest Minds)
- The Darkest Files (Paintbucket Games)
- Umfeld (Hochschule RheinMain)
Spieler*in des Jahres (undotiert):
- Copeylius
- Dennsen86
- Felikah
- JenNyan
Bestes Internationales Spiel (undotiert):
- Blue Prince (Dogubomb / RAW FURY)
- Clair Obscur: Expedition 33 (Sandfall Interactive / Kepler Interactive)
- Kingdome Come Deliverance II (Warhorse Studios / PLAION)
Ab sofort ist auch das Publikum gefragt: In der Kategorie „Spieler*in des Jahres“ können alle Games-Fans mitentscheiden. Das Voting ist ab sofort unter www.deutscher-computerspielpreis.de/publikumspreis eröffnet und läuft bis zum 14. April 2026.
Die Auswahl der Nominierten und Gewinner erfolgt in einem zweistufigen Verfahren: Zwölf Fachjurys aus der Games-Branche, Wissenschaft, Kultur und Medien beraten zunächst über die Nominierungen, bevor die Hauptjury die endgültigen Gewinner kürt. Den Vorsitz der Jury übernimmt Prof. Dr. Sabiha Ghellal (Hochschule der Medien Stuttgart). Eine Liste aller Jury-Mitglieder findet sich auf der DCP-Website unter: www.deutscher-computerspielpreis.de/der-preis/jury/.
Träger des Deutschen Computerspielpreises sind die Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, sowie game – Verband der deutschen Games-Branche. Die Preisverleihung 2026 wird vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales gefördert.