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Kommunikationsprofi mit Spiele-Leidenschaft: Drei Fragen an Jurymitglied Maxi Gräff

Dienstag, 07. März 2017

Maxi Gräff ist Xbox- und Games-Communication-Managerin bei Microsoft Deutschland. In dieser Position ist sie für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Bereichen Xbox und Games zuständig. Als passionierte Gamerin lässt Maxi die Liebe zu Video- und Computerspielen auch privat nicht los. Worauf Maxi sich in ihrer neuen Rolle als Jurymitglied beim Deutschen Computerspielpreis 2017 besonders freut und welche Trends sie für die deutsche Spieleentwicklung sieht, erklärt sie im Interview.

 

1. Dieses Jahr wurdest Du erstmals in die Jury des DCP berufen. Was reizt Dich daran und wie hast du den DCP während deiner früheren Tätigkeit als Spieleredakteurin wahrgenommen?

 

MG: Preisverleihungen sind ein wichtiger Bestandteil der Spielebranche. Während früher deutschlandweit mehrere Veranstaltungen Publisher und Entwickler (GameStars, BÄM) ausgezeichnet haben, hat sich bis heute besonders eine Preisverleihung mit einem nationalen Großevent durchgesetzt: Der Deutsche Computerspielpreis. Auch wenn die Unterhaltungsbranche viele attraktive Seiten hat, ist sie dennoch kein Zuckerschlecken. Grund genug, den Schweiß und die Energie deutscher Entwicklerteams zu würdigen. Und auf ein rosiges Highlight des DCP 2017 hoffen wir alle: Ich zitiere meinen Jurykollegen Uke Bosse: „vielleicht rennt Fabian Döhla ja auch wieder nackt über die Bühne“.

 

2. Konsolen sind heute leistungsfähiger denn je und gehören zur Grundausstattung vieler Wohnzimmer. Auch bedingt durch die hohe Verbreitung veröffentlichen immer mehr Spieleentwickler Games für Heimkonsolen, die noch vor wenigen Jahren klassische „PC Only“-Titel waren. Gibt es deiner Meinung nach Genres, die ebenfalls den Sprung vom PC auf die Konsole wagen sollten?

 

MG: Die Angebotsbreite auf Konsolen wächst kontinuierlich. Dies verdanken wir besonders auch den Indie-Entwicklern, die alle Plattformen berücksichtigen. Mit Microsoft „Play Anywhere“ unterstützen wir PC und Konsole und versuchen ein attraktives Umfeld für die Spieleentwicklung zu schaffen. Ein Genre darf jedoch ruhig noch ein wenig stärker auf Konsole umgesetzt werden: Serious Games.

 

3. Als „Communications Manager“ bei Microsoft Deutschland informierst Du dich tagtäglich über die neusten Spiele. Siehst du für 2017 einen Trend, der sich auch an deutschen Spieleentwicklungen zeigt?

 

MG: Die Trends der letzten Jahre zahlen immer noch auf 2017 ein: Virtual Reality, eSports und die soziale Komponente. Besonders letzteres wird immer wichtiger. Die Nachfrage nach personalisierten Spieleerfahrungen wächst und diese will geteilt werden. Und wenn ich an eine personalisierte Spielerfahrung denke, dann hoffe ich auf ein Assassin´s Creed im Oktoberfest-Setting mit meinen Freunden und mir als Assassinen-Gruppe, die den Machenschaften der Bier-Mafia den Gar ausmachen.