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Der Deutsche Computerspielpreis auf Exkursion in Mailand

Donnerstag, 05. November 2015

Der Deutsche Computerspielpreis auf der Expo 2015 in Mailand

In einem Kooperationsprojekt zwischen der Expo in Mailand und der Stiftung Digitale Spielekultur haben 17 deutsche Spielestudios im Verlauf des Jahres die Chance erhalten, ihre Spiele, ihr Studio und ihre Ideen auf einer eigenen Bühne den Messebesuchern zu präsentieren. Unterstützt wurde das Projekt durch die Branchenverbände BIU und GAME, zwei der Ausrichter vom Deutschen Computerspielpreis.  

Das Ziel des Vorhabens war, in einem kulturellen und kreativen Austausch erstklassige Produktionen „Made in Germany“ bekannter zu machen und einem internationalen Publikum zu zeigen. Die Weltausstellung hatte bis zu ihrem Abschlusstag am 31. Oktober 2015 rund 21 Millionen Besucher, von denen drei Millionen auf dem Deutschen Pavillon gezählt wurden. Somit konnten die Entwickler einen großen Kreis von Menschen erreichen, die sonst eventuell nichts von ihnen erfahren hätten.

Vorrangig geladen haben die Organisatoren dafür Gewinner und Nominierte des Deutschen Computerspielpreises aus den Vorjahren. So sind etwa Threaks (Bestes Jugendspiel 2014), Studio Fizbin (Bestes Deutsches Spiel 2014) und Mimimi Productions (Bestes Gamedesign 2015) dem Ruf gefolgt und haben das deutsche Kulturprogramm von Musik, Theater und weiteren Kulturangeboten erfolgreich um die Sparte Games erweitert. Den Auftakt lieferten THREAKS mit der Präsentation ihres DCP-Siegers Beatbuddy am 02. Mai. Auch Maschinen-Mensch, die mit ihrem Spiel The Curious Expedition für das Beste Jugendspiel 2015 nominiert waren, spielten ihren Titel mit den anwesenden Gästen.

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Es gab aber auch einen Platz für tiefergehende Diskussionen. So diskutierte etwa Clemens Hochreiter, Geschäftsführer von Reality Twist, die gesellschaftlichen Chancen der Serious Games.

Die Teilnehmer bewerteten ihre Erfahrungen mit dem Experiment positiv, was vor allem in den Interaktionsmöglichkeiten mit dem Publikum und der Begeisterung der Besucher für das Medium begründet lag.

Niels Boehnke, Projektmanager auf Seiten der Stiftung, zieht ebenfalls ein positives Fazit:

„Der Deutsche Pavillon auf der Expo zeigte einen Querschnitt der kulturellen Landschaft in Deutschland. Dabei durften Computerspiele natürlich nicht fehlen. Die Herausforderung lag vor allem darin, das Laufpublikum der Expo durch unterhaltsame Vorstellungen abzuholen, die zum Mitmachen anregen. Den Studios ist das mit Bravour gelungen.“

Der Spielestandort Deutschland und somit auch der Deutsche Computerspielpreis haben in Mailand mit Sicherheit einen hervorragenden Eindruck hinterlassen.