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Passionierte Spieletesterin: Drei Fragen an Jurymitglied Petra Schmitz

Dienstag, 14. Februar 2017

Als Redakteurin bei dem Computerspielemagazin GameStar berichtet Petra Schmitz von Berufswegen über die neusten Computer- und Videospiele. Hunderte Games hat die passionierte Spielerin seit ihrem Einstieg 2000 getestet und analysiert. Was sie sich von ihrer neuen Rolle als Jurymitglied beim DCP erwartet und wie vielfältig Computerspiele heute in Bezug auf Thematik und Genre sind, erzählt Petra im Interview.

 

1. Du bist in diesem Jahr erstmals in der Jury des Deutschen Computerspielpreises. Was reizt Dich an dieser Aufgabe?

 

Petra Schmitz: Nun ja, da ich noch nie in einer Jury tätig war (die GameStars sind ja seit jeher Leser-/Spielerpreise) bin ich allein schon auf das Prozedere als solches gespannt. Die Qualitätskriterien für mögliche Preisträger versprechen jedenfalls einiges an Diskussionspotenzial.  

 

2. In diesem Jahr wurden die Preisgelder auf insgesamt 550.000 Euro aufgestockt. Neben finanzieller Unterstützung ist auch die Identifizierung von lukrativen Nischen ein Weg für deutsche Spieleentwickler, um mit millionenschweren AAA-Produktionen konkurrieren zu können. Welches Genre / Art von Spiel sollte deiner Ansicht nach dringend wiederbelebt werden?

 

Petra Schmitz: Gibt es überhaupt Genres, die aktuell so gar nicht bedient werden? Selbst Fans von Fußball-Managern werden fündig! Ich denke, dass dank der Indies so ziemlich jedes Genre und Untergenre irgendwie und irgendwo vertreten ist. Wir sehen nur nicht alles, das Angebot ist inzwischen vor allem für den PC einfach zu riesig. Das Kunststück dürfte also sein, innerhalb der gewählten Nische (und idealerweise darüber hinaus) besonders sichtbar zu werden. Mimimi Productions aus München haben das jüngst erst mit dem herausragend guten „Shadow Tactics: Blades of the Shogun“ vorgemacht.

 

3. Als GameStar Redakteurin bringst du den Blick als professionelle Spieletesterin auf Computer- und Videospiele mit. Worauf wirst du bei der Nominierung von Games für den DCP besonderes Augenmerk legen?

 

Petra Schmitz: An den vom DCP vorgegebenen Kriterien lässt sich von meiner Seite kaum rütteln (auch wenn ich’s hier und da zu gerne tun würde). Insofern schaue ich ganz genau, inwiefern sich die für mich in meinem Job üblichen Kriterien damit überschneiden beziehungsweise damit vereinbaren lassen. Die Dinge, die ein gutes Spiel ausmachen, verändern sich ja nicht über Nacht.